
Zurzeit sind Gaming News leider eher deprimierend als Gründe zur Freude. Wie wir bereits in unserem Artikel über das kommende CD aus bei Sony angekündigt haben, war es leider nicht die einzige schlechte Nachricht die Sony an dem Tag verkündete.
Es wurde zeitgleich auch offenbart dass die beiden digitalen Storefronts für Playstation 3 und Playstation Vita abgeschaltet werden.
Was bedeutet dass wie bei den Schließungen von Nintendo in 2023 (Nintendo 3DS & WiiU eshop), sowie Microsoft in 2024 (Xbox 360 Store), wieder einige Spiele verschwinden die nur einen digitalen Release erhalten haben.
Wann werden die Stores geschlossen?
In Deutschland werden die beiden digitalen Storefronts im Juli 2027 schließen. Länder wie Mexiko betreffen die Schließungen jedoch viel früher, dort verabschieden sich die beiden Playstation Stores bereits diesen August.
Was bedeutet das für Spieler?
Mit der Schließung des PS3 und PS Vita Playstation Store wird es nichtmehr möglich sein Spiele für die beiden Systeme digital zu kaufen. Auch jegliche Codes, seien es Spiele Keys oder DLC’s werden nicht mehr aktivierbar sein.
Für digital gekaufte Spiele bleibt auf unbestimmte Zeit der Zugang zum herunterladen und spielen.
Logisch wäre sich alle digitalen Releases die man unbedingt noch spielen möchte vor der Schließung zu kaufen.
Meine persönlichen Playstation 3 Empfehlungen wären auf jeden Fall rain und Tokyo Jungle, was tatsächlich auch meine einzigen digitalen Käufe auf der PS3 waren.
Aber es gibt einen Haken:
Die aktuellen Veränderungen der Gaming Branche zielen immer mehr darauf ab digitale Käufe nur noch als als Lizenzen zum Spielen anzusehen, somit sollen Käufer gar nicht mehr Besitzer ihrer gekauften Inhalte sein.
Rechtlich spielt das den Firmen in die Hand, ohne viel Gegenwind die Server komplett abschalten zu können.
Das bedeutet es kommt der Tag an den wir den auch den Zugang zu digital gekauften Spielen verlieren werden.

Die Schattenseite von DIGITAL ONLY
Die Schließungen digitaler Storefronts zeigen immer wieder was für negative Folgen die digitalisierung von Spielekäufen mit sich gebracht hat.
Spiele älterer Generationen können auf diversen Plattformen, in Retroshops oder auf Flohmärkten erworben werden. Viele steigen sogar stetig an Wert.
Ab der 7. Konsolengeneration (PS3, PSP, Xbox 360, Wii, Nintendo DS) sieht es dann aber langsam nicht mehr so rosig aus.
Mit der Einführung digitaler Storefronts begann auch der Trend einfach ganz auf physikalische Releases zu verzichten um Kosten zu senken und Gewinnspannen zu erhöhen.
Das ganze hat es natürlich komfortabler für den Konsumten gemacht dem es nicht so wichtig ist Spiele physikalisch zu besitzen, hat dabei aber auch den großen Nachteil verschleiert der erst nach 20 Jahren eintritt:
Digitale Storefronts schließen wenn die jeweiligen Systeme zu lange nicht mehr relevant sind, und viele Spiele gehen mit den Schließungen verloren.

Es mag absurd klingen aber Digitale Spiele haben tatsächlich ein Ablaufdatum. Nicht nur was den Erwerb angeht, sondern auch die Möglichkeit sie zu spielen.
Dadurch dass die Schließungen der 7. Konsolengeneration noch gar nicht so lange her sind, kann noch niemand sagen wie lange die Möglichkeiten bestehen werden die eigenen Spiele herunterladen und spielen zu können.
Entscheidungen führender Konsolenmarken werden nicht mehr von passionierten Gaming Veteranen und Game Developern, sondern zunehmend von Shareholdern und Investoren gelenkt die abgesehen von dem Geld dass es einbringt nichts mit Gaming anfangen können.
Server über Jahrzente bereitzustellen damit Spieler ihre gekauften Spiele weiterhin herunterladen und spielen können, nachdem der Support und die Storefronts für diese Systeme bereits eingestellt wurde, wird früher oder später als einsparbare Kosten verbucht werden. Die Realiät ist dass der Zugriff auf die zum spielen benötigten Server nur so lange gegeben sein wird, wie Investoren
und Shareholder es tolerieren.

Aktuelles Beispiel aus Großbritannien
Die aktuelle Situation, die Playstation Accounts in Großbritannien betrifft, zeigt ein sehr passendes Beispiel wie die Zukunft für unsere digitalen Spiele aussehen wird:
Über 500 Filme wurden „Besitzern“ aus ihren Playstation Accounts enfernt. Filme die digital gekauft wurden und nun nicht mehr mit den jeweiligen Accounts angesehen werden können.
Wegen abgelaufener Lizenzen.

Bei uns in Deutschland ist übrigens ähnliches passiert:
Hier wurde der Vertrieb von digitalen Filmen und Serien 2021 im Playstation Store eingestellt. 2022 wurden dann auch einige Filme vom selben Vertriebspartner wie im aktuellen Fall in Großbritannien, aus den Accounts entfernt.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Wenn Sony’s Pläne wirklich durchgehen ab 2028 keinerlei CD’s mehr für ihre Konsolen herzustellen, dann sieht die Prognose ziemlich düster aus. Nicht nur was den Wahnsinn mit Lizenzen versus Eigentum angeht, sondern aucn weil alle Playstation Spiele ab 2028 davon betroffen sind irgendwann mit den Servern auszusterben.
Generell brauchen wir mehr Intiativen wie Stop Klling Games und mehr öffentliches Interesse von Spielern das Videospiele präserviert werden sollten. Auch wenn gerade im Fall von Stop Killing Games ein herber Rückschlag kam, ist es wichtig das Aussterben von Spielen nicht einfach so hinzunehmen und weiter Initiativen zu unterstützen in der Hoffnung dass irgendwann ein richtiges Umdenken
stattfindet.







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